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Reisebericht: Das war unser Triathlon Camp Australia

»Unbeschreiblich. Danke, ohne dich wäre ich nie nach Australien gekommen«, unsere Campteilnehmer sind sich einig: Das Triathlon Camp Australia war einfach der Hammer. 12 Tage lang haben wir Australien mit dem Rad, in Laufschuhen und im Wasser erkundet. Hier ist mein Reisebericht.

Endlose Strände, unberührter Regenwald, exotische Tiere und eine Menge Sonne – mit einem Frühstück in Brisbane hat unser Triathlon-Abenteuer begonnen. Die Anreise nach Down Under haben sich die 4 Teilnehmer Michael, Gudrun, Tanja und Willie selbst organisiert. Treffpunkt für die offizielle Begrüßung war das Cafe Martie & Mai in Brisbane.

Infos zum Camp: https://jorge-sports.com/camps/triathloncamps/triathlon-camp-australia/

Nach dem leckeren und gesunden Brekky, wie man hier in Australien sagt, haben wir die Koffer in Jucy, unseren kunterbunten Mietwagen, verladen uns sind nach Noosa gefahren. Die australische Triathlon-Hochburg an der Ostküste war unser erster Trainings-Standort.

Erste Station: Noosa Heads

Eine kurze Schwimm-Session am Nachmittag ist die beste Medizin gegen Jetlag. Im Noosa Aquatic Center hatten wir eine 50m-Bahn ganz für uns alleine. In einem ausgiebigen Technikblock konnte ich mich sehr individuell um die Teilnehmer kümmern und erste Fehler ausmerzen.

Am späten Nachmittag wurden dann die Mieträder geliefert. Nach einem kurzen Bike Fitting waren die Rennräder dann einsatzbereit. Von Noosa aus sind wir am nächsten Tag entlang der Küste nach Süden gefahren. Das war bereits ein erstes Highlight. Die weiteren Touren mit unserem Mieträdern haben wir ins Hinterland Richtung Cooroy und Pomona unternommen.

Es folgten eine weitere Schwimmeinheit und Läufe entlang des Flussufers in Noosa. Auch wenn der Zeitpunkt für ein Trainingslager nicht optimal ist, kann man dennoch etwas Qualität ins Training bringen. Bei der zweiten Radtour haben wir in einem Anstieg ein paar knackige Intervalle (HIT) eingebaut. Die meisten Kilometer haben wir jedoch im Grundlagenbereich absolviert.

Radfahren ist und um Noosa ist klasse. Die meisten Straßen haben ausgewiesene Radwege oder einen breiten Seitenstreifen. Zudem haben wir die Autofahrer als sehr rücksichtsvoll erlebt. Kein Hupen oder Drängeln wie man es von deutschen Straßen kennt. „Vorfahrt gewähren“ scheint hier in der Fahrschule ganz groß geschrieben zu werden.

Zweite Station: Goldcoast

Von Noosa ging es dann nach vier Tagen weiter an die Goldcoast. Zirka 100km südlich von Brisbane haben wir in Palm Beach Quartier bezogen. Die Goldcoast ist relativ dicht bebaut, aber Palm Beach liegt relativ außerhalb und bietet sich als Ausgangsort für schöne Radtouren an.

Ob Sigthseeing entlang der Küste oder verkehrsarme touren ins tropische Hinterland – die Rewgion lässt kaum Wünsche offen. Allerdings ist die Topografie nicht ganz ohne. Richtige Berge gibt es zwar kaum, dafür aber wellige Straßen mit der einen oder anderen giftigen Rampe. Bis zu 25 Prozent Steigung haben wir gefunden, die betreffende Straße hätte man aber auch gut umfahren können. Zumindest Tanja und ich haben es jedenfalls ausprobiert und für machbar befunden. So lange es nicht dauerhaft so steil bleibt.

Fürs Schwimmen hatten wir ebenfalls wieder einen 50m-Pool mit eigener Bahn für uns. Es gibt entlang der australischen Ostküste scheinbar keinen Ort ohne ein absolutes Traumschwimmbad.

Dritte Station: Byron Bay

Nach der touristischen Goldcoast lag unser nächstes Domizil im Paradies. In einer abgelegenen Seitenstraße von Byron Bay haben wir mitten im tropischen Regenwald Quartier bezogen. Außer Pfauen, Hunden und anderen Vögeln wird man hier in seiner Ruhe kaum gestört.

Neben dem obligatorischen Schwimmtraining auf der 50m-Bahn und einigen Läufen durch den Dschungel haben wir unsere Königsetappe entlang der Küste geplant. Der Rückweg ging über absolut verkehrsarme Straßen durchs australische Hinterland. Viele Bäume, große Weite und himmlische Ruhe – so stelle ich mir ein Radfahrer-Paradies vor.

Viert Station: Port Macquarie

Das malerische Hafenstädtchen Port Macquarie war unsre vierte Station auf dem Weg nach Sydney. Der Ort ist wirklich bezaubernd schön, aber auch sehr verschlafen. Er beheimatet den Ironman 70.3 Australia, welcher im Mai ausgetragen wird. Das örtliche Aquatic Center hat ein 50m- und ein 25m-Becken. Bei unserem Schwimmtraining mussten wir uns diesmal allerdings eine Bahn mit sehr netten Australiern teilen.

Beim Plausch mit den örtlichen Triathleten muss man allerdings aufpassen, dass diese einen nicht vom Training abhalten… 😉

Vor der Weiterreise sind wir dann noch einmal entlang der Küste Laufen gegangen. Nach dem Frühstück ging es dann mit Jucy weiter zu unserer letzten Station.

Fünfte Station: Sydney

Zur Ankunft hat sich Australien nicht gerade von seiner freundlichsten Seite gezeigt. Den ganzen Vormittag hat ein Unwetter über Sydney getobt und etliche Straßen überflutet. Am Nachmittag ist es zum Glück wieder aufgeklart. Mit der Ankunft in Sydney endete unser Trainingslager.

Zeit für Sightseeing. Sydney zählt mit rund 4,5 Millionen Einwohnern zu den größten Städten Australiens. Bekannte Sehenswürdigkeiten sind die Harbour Bridge und das Opera House. Wir werden zum Abschluss definitiv auch zum legendären Bondi Beach fahren und im Iceberg Club schwimmen gehen. Radfahren sparen wir uns im Stadtverkehr.

Soweit zu unserer Reiseroute und zum Sportprogramm. Genauso wichtig wie die Auswahl der passenden Orte, der Reiseroute und des Programms finde ich das Essen. Eine Reise ans andere Ende der Welt unternimmt man nicht alle Tage. Für unsere Teilnehmer war es das erste Mal. Deshalb habe ich bei der Buchung der Unterkünfte auf Verpflegung verzichtet.

Statt liebloser Halbpension stand abends die Erkundung der lokalen Gastronomie auf dem Plan. Kulinarisch war das Camp ebenfalls ein Erlebnis. Fantastische Speisen, gesunde Zutaten und leckere Weine haben unsere Erlebnisreise abgerundet.

Mein persönliches Fazit: 14 Tage Down Under mit Wow-Effekt

Es war der Hammer. Zwei traumhafte Wochen mit einer tollen Truppe und vielen unvergesslichen Erlebnissen liegen hinter uns. Es war nicht ganz einfach, ein solches Abenteuer aus der Ferne zu planen.

Obwohl ich schon ein paar Mal in Down Under war, konnte ich als Guide nicht auf die Ortskenntnisse wie auf Mallorca zurückgreifen, sondern musste unsere Touren auf Empfehlung der ortsansässigen Radverleiher und mit Strava planen.

Das hat erstaunlicherweise gut funktioniert und wir haben wundervolle Eindrücke von diesem unglaublichen Land erhalten. Für mich gibt es keine bessere Art, ein Land zu erleben, als mit dem Rad zu fahren. Zum einen entschleunigt eine Radtour ungemein und ist ein absolutes Kontrastprogramm zu unserem sonst hektischen Alltag. Zum anderen schafft man doch ganz ordentliche Distanzen. Unsere Genusstouren hatten eine Länge von 60-80km. Da bekommt man schon einiges zu sehen.

Würde ich diese Reise wieder anbieten? Auf jeden Fall. Allerdings wird das Triathlon Camp Australia kein fester Bestandteil in unserem Jahreskalender. Bei ausreichendem Interesse biete ich das Camp aber gerne wieder an. Wenn du Lust bekommen hast, dann schreib mir. Sobald sich genug Interessenten finden, gehe ich in die Planung.

Unser nächstes Erlebniscamp findet übrigens Anfang Februar in Südafrika statt:
https://jorge-sports.com/camps/triathloncamps/triathlon-erlebniscamp-suedafrika/

By |2018-11-29T06:53:58+00:00November 29th, 2018|Uncategorized|